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Mit Teamgeist und Tempo über den Campus

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Eines von 22 Podiumsbildern: Christoph Pulster (r.) kam aus Leimen zum Unirennen und war mit der Organisation erneut sehr zufrieden.

Bild: Franke-Yilmaz

GIESSEN, 22.08.10 - In seinen 22 Rennklassen zeigte das "7. Uni-Radrennen" nicht nur das volle Spektrum an Lizenzfahrern im Radsportbezirk Lahn, sondern öffnete sich traditionell mit Nachwuchs- und Jedermann-Rennen auf dem Campus der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in der Licher Straße auch für rennbegeisterte Hobbyfahrer. 

Dass die Schwelle von Einhundert Startern dabei nicht gebrochen wurde, lag nach Ansicht der ausrichtenden Radfahrervereinigung 1904/27 Gießen-Kleinlinden an einigen interessanten Parallelveranstaltungen. 

Parallelveranstaltungen
So lockte ein 24-Stunden-Rennen zahlreiche Teilnehmer auf den Nürburgring, die sonst treue Starter beim Uni-Radrennen gewesen seien. Der autofreie Sonntag im Lumdatal und das Gießener Stadtfest hätten ebenfalls auf die Zielgruppe des Uni-Radrennens anziehend gewirkt, sagt Organisationsleiter Stephan Dietel. "Vielfach wurde ich gefragt, ob das Rennen zum Sportprogramm des Stadtfests zählen würde. Dies musste ich verneinen, aber empfand es als einen reizvollen Gedanken für die Zukunft, der mit einigen unserer Ziele sehr gut vereinbar wäre", so Dietel.

TSG-Siege für Zimmer und Brück
Zurück in der Gegenwart, eröffneten die jüngsten Starter der Lizenzklassen U11 bis U17 im Rennen um den Delta-Bike-Sports-Nachwuchspreis die siebte Auflage des Uni-Radrennens. In der Klasse U11 musste sich Lukas Heinisch vom RSC Grünberg hinter Florian Kuhlmann von der RSG Buchenau mit Platz zwei zufrieden geben. Einen Heimsieg konnte hingegen Niklas Zimmer von der jungen Radsportabteilung der TSG Wieseck einstreichen, vor Tom Luca Nitzl (RSC Grünberg) und Bastian Jäckel (RSG Buchenau). Eingerahmt von Vincent Größer (RV Gießen-Kleinlinden), der ein sehr aufmerksames Rennen fuhr, und seinem Teamkollegen Florian Mayer, feierte Christopher Müller in der Schülerklasse U15 den Tagessieg. Nach der Vize-Bezirksmeisterschaft im Bergzeitfahren vor einer Woche, schaffte es Luisa Brück (TSG Wieseck) in der weiblichen U17-Klasse vor Sarah Klinge (SF Romrod) ganz oben auf das Treppchen   

Volle Punkte für Platt
Bei den Junioren ging der Tagessieg durch Joschka Beck (RVG Rockenberg) an einen Fahrer aus dem Bezirk Taunus-Wetterau - mit Platz zwei konnte sich Lokalmatador Christopher Platt (AMC Rodheim-Bieber) dennoch die volle Punktzahl als bester Fahrer aus dem Bezirk Lahn sichern. Lange Zeit am Hinterrad der späteren Frauensiegerin Jutta Keppler (RSG Buchenau) unterwegs, gewann Laura Herteux (RV Gießen-Kleinlinden) bei den Juniorinnen. Seine Begeisterung für den mäßig welligen und 800 Meter langen Rundkurs des Uni-Rennens brachte auch der Zweitplatzierte Gerhard Rehberg (RSG Gießen und Wieseck) mit seinem wiederholten Start in der Klasse Senioren IV zum Ausdruck.

Sonderpreis für Senioren II
Als Anerkennung für das "heimliche" Hauptrennen der Seniorenklasse II wurde noch kurz vor dem Start des Rennens der Nachtigall-Foliendesign-Sonderpreis gestiftet. "Für gewöhnlich stellen die Elitefahrer das Hauptrennen an einem Renntag dar. Im Bezirkspokal ist die Klasse der Senioren II aber deutlich größer und steht den Elitefahrern in nichts nach", erläuterte Dietel den Hintergrund für die besondere Einordnung dieser Kategorie. Mit seinem Sieg nach 20 Runden (= 32 km) könnte sich Ulrich Falk von der RSG Gießen und Wieseck durch den zusätzlich gewonnen Preis nun beispielsweise in Form von Folienschrift auf der Heckscheibe seines Autos als Gewinner des Uni-Rennens zu erkennen geben.

Einlagerennen
Für Abwechslung bei der Rundenhatz auf dem Campus sorgte das Ausscheidungsfahren um den akovis.com-Sprintercup, bei dem der jeweils letzte Fahrer auf dem Zielstrich aus dem Wettbewerb ausschied. Während Axel Goers (RSG Gießen und Wieseck) und Gastfahrer Mauricio Perez-Gonzalez aus Kolumbien das Rennen nach kraftvollen Spurts bereits verlassen hatten, fuhr Routinier Markus Turschner (RSG Gießen und Wieseck) mit beherzter Kurventechnik aus der Gefahrenzone, in der Silvio Welkner (RV Gießen-Kleinlinden) als drittletzter Fahrer den Wettbewerb verlassen musste. Mit einem finalen Antritt sicherte sich Moritz Schütz (RV Gießen-Kleinlinden) den entscheidenden Vorsprung und die Siegprämie vor Markus Turschner, der Zweiter wurde.

Moritz Schütz konnte sich auch im späteren Rennen der Elitefahrer über 50 Runden (40 km), das wie gewöhnlich auf Endspurt gefahren wurde, vor Daniel Schulz (RSG Buchenau) und Manuel Kemmler (TSV Rittershausen) als Sieger eintragen. Bei den U23-Fahrer wurde diese Ehre Steffen Schäfer vom MSC Salzbödetal zuteil, der sich nach 45 Runden (36 km) vor Uwe-Peter Groß (RSG Buchenau) und Pierre Happel (AMC Rodheim-Bieber) setzte.

Treue Starter bei Jedermännern
In den Jedermannrennen um den Pizza-Mouse-Pokal setzte sich im Jahrgang 1969 und älter der Biebertaler Thomas Hanika (RSG Gießen und Wieseck) gegen den vereinslosen Jürgen Suck und Hartmut Pommerening (RV Gießen-Kleinlinden) durch. Im Jahrgang 1970 bis 1991 musste sich Torsten Kren (RSG Buchenau) dem Kolumbianer Mauricio Perez-Gonzalez geschlagen geben, der im Ausscheidungsfahren noch als Erster hatte gehen müssen. Hinter Kren - er nimmt seit der Erstauflage 2004 am Unirennen teil - freute sich Christoph Pulster aus Liemen bei Karlsruhe über den dritten Platz und belohnte mit seinem Fazit den Einsatz der vielen Helfer von der ausrichtenden Kleinlindener Radfahrervereinigung: "Ein tolles Rennen und perfekt organisiert. Beweis, dass ich nicht lüge, sind meine eineinhalb Stunden Anfahrt, die ich für das Rennen gerne auf mich nehme", sagte Pulster. (sd)

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